Personengesellschaft vs. Kapitalgesellschaft

Das deutsche Steuerrecht verfolgt bei der Besteuerung einer Personengesellschaft und einer Kapitalgesellschaft völlig unterschiedliche Konzepte. Während bei Personengesellschaften das Transparenzprinzip gilt und die Gewinnbesteuerung auf Ebene der Gesellschafter erfolgt, unterliegt die Kapitalgesellschaft aufgrund ihrer eigenen Rechtspersönlichkeit im Steuerrecht der direkten Gewinnbesteuerung.

Unterschiede zwischen Personengesellschaft und Kapitalgesellschaft

Das deutsche Steuerrecht verfolgt bei der Besteuerung einer Personengesellschaft und einer Kapitalgesellschaft völlig unterschiedliche Konzepte. Während bei der Personengesellschaft das Transparenzprinzip gilt und die Gewinnbesteuerung auf Ebene der Gesellschafter erfolgt, unterliegt die Kapitalgesellschaft aufgrund ihrer eigenen Rechtspersönlichkeit im Steuerrecht der direkten Gewinnbesteuerung. Darüberhinaus sind auch bei der Gewinnermittlung zahlreiche Unterschiede zwischen Personen- und Kapitalgesellschaft zu berücksichtigen. Eine besondere Rolle spielen hierbei schuldrechtliche Verträge zwischen Gesellschaft und Gesellschaftern (z.B. Mietvertrag, Arbeitsvertrag, Darlehensvertrag), die bei der Kapitalgesellschaft grundsätzlich anerkannt werden und zu Betriebsausgaben führen können. Bei der Personengesellschaft bleiben solche schuldrechtlichen Verträge dagegen grundsätzlich unbeachtlich, wenn es um die Ermittlung des Gewinns geht. Bedeutung erlangen sie allenfalls bei der Gewinnverteilung unter den einzelnen Gesellschaftern.

Besteuerung der Personengesellschaft und ihrer Gesellschafter

Bei der Personengesellschaft erfolgt die Gewinnbesteuerung direkt bei den Gesellschaftern, wobei Art, Höhe und Verteilung der zu versteuernden Einkünfte zunächst auf Ebene der Personengesellschaft ermittelt und per gesondertem Steuerbescheid festgesetzt wird (= gesonderte und einheitliche Feststellung der Einkünfte). Auf der Ebene der Gesellschafter unterliegt der Gewinn der Einkommensteuer (und dem Solidaritätszuschlag), wobei diese als Einkünfte aus Gewerbebetrieb zu behandeln sind und jeweils der individuelle Steuersatz des einzelnen Gesellschafters anzuwenden ist. Der gleiche Gewinn kann also bei jedem Gesellschafter unterschiedlich hoch besteuert werden.

Besteuerung der Kapitalgesellschaft und ihrer Gesellschafter

Eine Kapitalgesellschaft wird im deutschen Steuerrecht als eigenes Steuersubjekt anerkannt und unterliegt mit ihrem steuerpflichtigen Einkommen der Körperschaftssteuer (und SolZ) sowie der Gewerbesteuer. Erfolgt von Seiten der Kapitalgesellschaft eine Gewinnausschüttung an die Gesellschafter, unterliegt diese seit dem 01.01.2009 zusätzlich der Abgeltungssteuer, soweit der Empfänger eine natürliche Person ist, d.h. im Falle der Gewinnausschüttung erfolgt eine Doppelbesteuerung. Soweit sich die Anteile des Empfängers im Betriebsvermögen einer Personengesellschaft befindet, kommt es zur Anwendung des Teileinkünfteverfahrens, wonach 40% der Einnahmen steuerfrei bleiben. Fließt die Gewinnausschüttung an eine andere Kapitalgesellschaft, ist die Gewinnausschüttung nach § 8b Abs. 1 KStG steuerfrei.

 


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