Wahl der Rechtsform

Die Wahl der richtigen Rechtsform für ein Unternehmen stellt nicht nur die Weichen für die zukünftige Entwicklung, sondern auch über das "Gewand", mit dem sich der Unternehmer nach außen präsentiert. Bei der Rechtsformwahl sind diverse Entscheidungskriterien zu berücksichtigen, die für jeden Einzelnen auch unterschiedliches Gewicht haben können.

Inhalt:

1. Wahl und Optimierung der Rechtsform für ein Unternehmen
2. Anforderungen der Existenzgründer an ideale Rechtsform
3. Checkliste bei der Wahl der richtigen Rechtsform für ein Unternehmen
4. Wahl der Rechtsform aus einer Übersicht

Die Wahl der Rechtsform des Unternehmens hat u.a. Einfluß auf die Steuerbelastung der Gewinne, auf den Umfang der formellen Anforderungen an die Unternehmensführung, auf die Leitungsbefugnis bzw. die Möglichkeit der Bestellung eines Fremdgeschäftsführers, auf die Haftung bzw. Möglichkeit der Haftungsbeschränkung, auf den Umfang der Rechnungslegungs, - Prüfungs- und Publizitätspflichten oder auf die Möglichkeiten einer Verlustverrechnung mit anderen Einkünften.

1. Wahl und Optimierung der Rechtsform

Es geht bei der Unternehmensgründung nicht nur um die grundsätzliche Wahl der richtigen Rechtsform, sondern auch um die individuelle Gestaltung und Optimierung der gewählten Rechtsform an die tatsächlichen Verhältnisse. Spätere Änderungen der Rechtsform sind oftmals schwierig umzusetzen und i.d.R. mit nicht unerheblichen Kosten verbunden. Daher ist bei der Rechtsformwahl besondere Sorgfalt dringend zu empfehlen. Das weitgehend anpassungsfähige deutsche Gesellschaftsrecht eröffnet einen großen Gestaltungsspielraum bei der Anpassung der Rechtsform an die individuellen Zwecke und Ziele, wobei es auch einige zwingende gesetzliche Vorgaben gibt.

2. Anforderungen an die ideale Rechtsform

Die ideale Rechtsform für einen Existenzgründer

  • bietet weitreichende Flexibilität im Hinblick auf unsichere Zukunftserwartungen,
  • lässt die Möglichkeit zur steuerlichen Verlustverrechnung mit anderen Einkünften in der Anfangsphase zu und
  • ist für den Unternehmer möglichst einfach zu handhaben.

Jeder Existenzgründer wird bei den Überlegungen über die richtige Rechtsform schnell feststellen, dass alle zur Verfügung stehenden Rechtsformen ihre Vor- und Nachteile haben. Eine der beliebtesten Rechtsformen in Deutschland ist nach wie vor die GmbH, aber auch die GmbH & Co. KG bietet zahlreiche interessante Vorteile gegenüber anderen Rechtsformen. Dies bedeutet jedoch nicht automatisch, dass die GmbH oder die GmbH & Co. KG für jeden Existenzgründer die richtige Rechtsform ist.

3. Checkliste zur Wahl der Rechtsform

Idealerweise erfolgt die Wahl der Rechtsform für ein Unternehmen

  • nach einer sorgfältigen Analyse der Ziele des Existenzgründers bzw. der Gesellschafter und
  • einer fachmännischen Bewertung der Alternativen im Hinblick auf die Anforderungen an die Rechtsform.
  • Zum Schluss wird die Rechtsform an die individuellen Bedürfnisse angepasst und optimiert.

4. Übersicht der Rechtsformen

In einer Übersicht über die wesentlichen Merkmale der jeweiligen Rechtsformen lässt sich schnell überschauen, in welche Richtung es für den Existenzgründer gehen soll. Manche Rechtsform eignet sich nur für einen Existenzgründer, während eine andere Rechtsform wieder nur für mehrere Gründer bzw. Gesellschafter zugelassen ist. Auch die Haftungsbeschränkung ist für viele Existenzgründer ein derart wichtiges Kriterium, dass manche Rechtsform schon deshalb ausscheidet, weil die Gesellschafter ohne die Möglichkeit einer Haftungsbeschränkung unbeschränkt mit ihrem Privatvermögen für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft haften. 


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